ACT’20 – Anti Corona Tour

Nein, nicht Adventure Country tracks – Anti Corona Tour!

No, not Adventure Country Tracks – Anti Corona Tour! (Scroll down for English text!

Wäre alles nach Plan gegangen, würde der Reisebericht dieses Frühling mit „Bella Italia“ betitelt sein. Aus Gründen die wir alle kennen wurde daraus nichts. Ich hatte bereits den LKW Transport für die KTM 790 von Schweden nach Affi in Norditalien gebucht und bezahlt. Von dort aus wollte ich fünf Tage lang dem Adventure Country Track Italy folgen und dann weiter Richtung Süden fahren. Drei Wochen lang Italien erkunden, das war der Plan. Genau einen Tag nachdem ich die Rechnung der Spedition bezahlt hatte, entschied die italienischer Regierung auf Grund der dramatisch steigenden Covid-19 Fälle grosse Teile der Lombardei und Norditaliens stillzulegen.

Ich brauchte einen Plan B.

Der war schnell entwickelt: eine Tour durch Osteuropa, genauer Polen und Czechien. Dieser kleine Virus wird ja sich ja wohl nicht über ganz Europa ausbreiten, oder…? Ich war bisher noch nie in dieser Region und besonders die Hohe Tetra  sah sehr verlockend aus für einen Naturliebhaber wie mich. Dann wurden die Lockdowns auf ganz Europa ausgedehnt. Sch…e!

Das einzige Land Europas, das nicht wochenlang komplett stillgelegt wurde, ja das war Schweden. Unsere Regierung entschied daß man auf den gesunden Menschenverstand und das Vertrauen der Bevölkerung in seine Behörden bauen wollte und im grossen und ganze lief hier alles wie gewöhnlich weiter.  Ich arbeitete weiterhin bei Kunden im ganzen Land, mit der Ausnahme daß auch Hotelübernachtungen so weit wie möglich verzichtete und stattdessen sogar ein Paar mal im Wald zeltete. Reisen waren kaum beschränkt, die offizielle Linie war (ist noch immer, jetzigen zum Zeitpunkt im Mai) unnötige Reisen so weit wie möglich zu vermeiden. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, daß dies vor allem bedeutet alles zu vermeiden was die meisten beim Reisen machen: keine Züge, Flugzeuge oder Busse, man sitzt nicht eng zusammen in Restaurants, wohnt nicht in Hotels… usw. Damit habe ich überhaupt kein Problem: ich fahre Motorrad, schlafe im Zelt abseits der Zivilisation, koche mein eigenes Essen und habe höchstens einmal am Tag beim Einkaufen Kontakt mit anderen Menschen. Mit anderen Worte: Isolation in der Natur! Hier also Plan B2: von zuhause aus mit dem Motorrad entlang der Ostküste in den Südwesten Schwedens, denn dort war ich bisher kaum. Dann vielleicht die Westküste hoch? Der beste Plan ist, keinen zu haben. Freies Driften. Übernachtung in öffentlich zugänglichen Windschutzhüttchen oder im Zelt.

Und dann kam doch noch eine nette Überraschung: mein Kumpel Kaarlo fragte mich, ob er vielleicht mitkommen könnte! Er hatte seit ein Paar Jahren keine längere Motorradtour unternommen, aber im Moment war er von seiner Firma aufgrund von Covid-19 freigestellt und hatte Zeit. Natürlich war er mir sehr willkommen, denn wir Teilen die gleichen Interessen und den gleichen Fahrstil. Er fährt übrigens eine stark modifizierte KTM 690 Enduro R mit Fernreiseumbau.

English

If all had gone according to plans, the title of this summer’s travel report would have been „Bella Italia 2020“. For reasons we all know this trip needs to wait for another year. I had already booked motorcycle transport by truck from home to Affi in northern Italy. I would have then followed the Adventure Country Tracks Italy (https://www.adventurecountrytracks.com) route for five days and after that continued to the south of t he country. Three weeks exploring Italy, that was the plan. Excatly one day after I paid the bill of the trucking company, the corona infection numbers in Lombardy got so severe that Italy started the lockdown…

I needed a plan B.

Plan B1 was quickly developped and became a tour through eastern Europe, namely Poland and Czech republic.  For sure this virus will not spread all over Europe, or…? I have never been in this region and the Tatra Mountains looked like a great travel destination for a nature lover like me. Then the lockdowns where extended to most other European countries. F…ck!

The only country in Europe that basically not shut itself entirely down was Sweden. Our government decided that the common sense and trust of authorities of it’s popluation will do it and basically everyday life stayed like normal. I was working like always all over the country, with the excemption that I tried to avoid hotels as much as possible and instead camped in the woods a few time! Travel was not really restricted, the official message was (and at the point of writing this still is) avoid unnecessary travel.  My common sense tells me that this applies to the way people normally travel: using public transport like trains and planes, sitting tightly packed together in restaurants, living in hotels, etc. This was easy to avoid for me: travel by motorcycle, sleep in a tent, cook my own meals. Maximum contact with others when I need to shop for food. With other words: isolate myself in the free outdoors. So here comes plan B2: start riding from home down the east coast of Sweden towards that part in the southeast that I have not really visited before. Then maybe up the west coast? The only plan was… not to have one! Free drifting. Overnighting in a tent or in many of the public windshelters in the woods.

As a nice surprise, my friend Kaarlo asked me if he can join! He had not been on a long ride for some years and right now he was unemployed, put on a temporary hold by his company which didn’t really have any work for him. He was so welcome to join me, finally I found someone who shared my interest and riding style! He is on a highly modified „adventurized“ KTM 690 Enduro R, by the way.

 

Am Samstag trafen wir uns also gegen Mittag beim Haus seiner Eltern nahe Nyköping, assen köstlich zu Mittag und fuhren dann Richtung Süden. Meine Idee war als erstes Tagesziel mein Lieblings-Übernachtungsplatz südlich von Åtvidaberg anzufahren, einen Windschutz im Björndalen Naturreservat. Kaarlo hatte seine 690 grosszügig mit allem notwendigen (und einigem unnötigen…) beladen und die arme Federung war bei all dem Gewicht wirklich am Anschlag. Leider kann man bei der 690 Enduro nicht so einfach die Federvorspannung einstellen wie bei meiner 790: man brauch dafür einen speziellen Hakenschlüssel und muss den Auspuff abbauen! Einige Tage später würde er deshalb bei einem Bekannten einige Sachen deponieren, die er wirklich nicht brauchte.

So sieht mein eigenes Motorrad für Touren wie diese aus. Trotzdem schaffte es Kaarlo wirklich jeden Morgen vor mir startklar auf dem Motorrad zu sitzen! Ach ja, jetzt weiss ich wieso: ich brauche ja immer ein, zwei Minuten für meine Ohrenstöpsel! 😉

English

So on a saturday we met around lunchtime at his parents house near Nyköping, had a quick but tasty lunch and then rode south. My idea was to make it to my favorite camp spot south of Åtvidaberg, Björndalen Nature Reserv. Kaarlo had packed his KTM 690 Enduro R quite generously with everything necessary (and a bit more than that ;-)) and the poor rear suspension clearly had to fight with that weight. Sadly there is no easy and quick way to adjust the preload of the bike, so he needed to live with it. You need to remove the exhaust to reach the adjustment screws of the rear damper! A few days later he dropped some of the unnecessary stuff at a neighbours cabin in the south.

So this is how my bike looks like for a tour like this. Strangely enough he managed to be on the bike always before me EVERY morning. Oh yes, now I know why: I spend spend some time setting my ear plugs! 😉

Der grosse Drybag oben auf dem Mosko Moto R80 system: Schlafsack, Isomatte, Multifuel-Kocher und Töpfe (die mögen es nicht, wenn das Motorrad auf ihnen liegt, deshalb nicht in den Seitentaschen) und MSR Wasserfilter – der hätte aber zuhause bleiben können.

Linke Seite: Kleidung. Bereits am ersten Abend merkte ich, daß die Temperaturen doch noch nicht so freundlich waren wie ich dachte, deshalb kaufte ich später in Kalkar noch eine warme leichte Unterzieh-Jacke. Dagegen hätte eines von drei T-shirts zuhause bleiben können.

Rechte Seite: Küchenutensilien (ich habe immer ein kleines Täschchen mit Gewürzen und Olivenöl dabei), Kulturbeutelchen, Messer, Messerschärfer und anderer Kleinkram, ein Teller, Tasse und Handpresso-Maschine für den Kaffeeliebhaber und natürlich Nahrungsmittel.

Rechts hinten: Brennstofflasche für den Kocher, 0.7l Wasserflasche

Link hinten: Luftpumpe, Flickzeugs, Klopapier.
Zwei 1l-Wasserflaschen vorne an den Seitentaschen. Im Tankrucksack ein ultraleichter Rucksack zum Einkaufen und für kurze Wanderungen, Ministativ, Sonnenbrille, Ladegerät und Powerpack und anderer Kleinkram. Das rote ganz hinten ist ein Hilleberg Anjan 2 Zelt, daß ich speziell wegen dem wärmeren Wetter in Italien im Frühling gebraucht gekaut hatte.

Keine Idee, wieviel das alles wiegt, aber es dürften wohl so um die 20kg sein. Bei nächste Gelegenheit muss ich das mal wiegen. An diesem ersten Tag machten wir lediglich einen Tankstop in Åtvidaberg und schafften es so bis zum geplanten Camp spot. Hier in Schweden gibt’s jede Menge Langstrecken-Wanderwege, die von gemeinnützigen Vereinen unterhalten werden und die bauen dann oftmals in Tagesetappen offen zugängliche Schutzhütten (drei Wände und ein Dach). Diese sind offen für alle, wer zuerst kommt schläft zuerst. Wer zu spät kommt braucht ein Zelt. Und natürlich nimmt man immer all seinen Müll selbst mit. Keine Nutzungsgebühr, keine Schlüssel, einfach nur Freiheit.

English

Top bag of the Mosko Moto R80: sleeping bag, sleeping mat,  mulitfuel stove & pots (they don’t like to be crushed by the bike’s weight if I’d carry them in the side bags) and MSR water filter – that one could have stayed at home.
Left side bag: clothes. I reallized already the first evening that the evenings where still much colder than expected, so I later in Kalmar bought a very lightweight isolation jacket. One T-shirt could have stayed at home, instead.
Right side bag: kitchen stuff (like a small bag with a variaty of spices and oil),  a small bag with personal hygene stuff, plus pocket knife, sharpener, fork and spoon, lighter, …, food.
Left rear side bag: foot air pump, puncture set, toilet paper.
Right rear side bag: fuel bottle, 0.7l water bottle
2 one liter bottles in holsters on the front of the R80 harness.

Tank bag: micolight backpack for shopping or short hikes, camera mini tripod, charger, cables and powerpack and other small items.

I have no idea about the overall weight of all that stuff, my guess is (including the R80) 25kg? Next time I need to put it on a balance.

That first day we really made it after a refuelling and food shopping stop to that great camp spot. Here in Sweden you can find a number of long distance hiking paths and the volontary groups, which maintain those have build overnight shelters in a day’s walking distance. They are open for everybody. General rule: first come, first serve. Don’t litter and if firewood is present: use as little as possible. And of course carry your trash out.  No fees, no permits required. That’s what I call freedom.

Dann aber bekam ich ne böse Überraschung: ich hatte bereits vor einer Woche bemerkt, daß das rechte Gabelbein der 790 leicht Öl verlor. Offenbar half die Reinigung der Dichtung nicht viel, denn nun tropfte Öl von der Gabel und zwar nicht nur ein bisschen. Zum Glück gibts in Kalmar den Motorradladen „Alternativ1 Motorcyklar“, wo ich ja die KTM gekauft hatte. Leider hatte der die notwendigen Ersatzteile nicht im Lager. Als man dort aber den Schaden registrierte, fiel dem Mechaniker auf daß der Austausch der Bremsleitung – ein Repartur mit Rückruf von KTM – bisher noch nicht erledigt war. Und diese Teile waren im Lager – das gab wieder Pluspunkte. Und der Job konnte am nächsten Tag erledigt werden, während mein nächstgelegener KTM Händler in Uppsala ein Wartezeit bis August hat!

Da wir ja absolut flexibel sind in unserer Planung verbrachten wir den Rest des Tages auf der Insel Öland, die von Kalmar aus über eine lange Brücke erreichbar ist. Motorradverkäufer Tom bot uns sogar an, dort an der Ostseite Öland auf seinem Grundstück zu übernachten! Wir fuhren zunächst ein Paar Schleifen über die Insel, besuchten den Leutturm an der Südspitze und querten die Insel auf einer ehemaligen Bahntrasse. Ja, die ist jetzt eigentlich ein Radweg aber da am Beginn der Strecke nur zwei Autos geparkt waren, konnten wir sicher sein niemanden zu stören. Zum Glück ist man hier in Schweden etwas flexibler als im versteiften Deutschland mit seinen unzähligen Verboten.

English

Then came a bad surprise: I had already noticed the week before that the right side fork leg was loosing a little bit of oil. Cleaning the seals did obviously not help, now there is much more than „a littel bit of oil“ coming to see the daylight. Fortunately the dealer that sold me the bike is located in Kalmar, Alternativ 1 Motorcyklar. We pay him a visit but the necessary spare parts are not in stock. When the mechanic checks my registration number, he sees that the callback warranty repair for the rear brake line, that KTM issued some weeks ago, has  not yet been done. And those parts are in stock!  Big bonus! I can have a workshop time next day – my local dealer in Uppsala told me the parts are backordered until August!

Since we are absolutely flexible with our plans, we decide do spend the rest of the day on the island of Öland and also sleep over there – sales rep Tom offers us to camp on his private property on the eastern side of the island. We ride a few loops first, visiting the lighthouse at the south tip and crossing the island on an old railway track. Yes, this one is  a bicycle path now, but there is only one single car parked at the railhead, so we take the risk – we do not want to disturb anybody, but if there ain’t nobody….? Fortunately things are a bit more relaxed here in Sweden, compared to Germany…

Am nächsten Tag ging’s also zurück zu Alternativ 1 MC in Kalmar und zwei Stunden später war die neue hintere Bremsleitung montiert. Glücklicherweise rief dann am gleichen Tag aus Claessons MC in Bromölla zurück und teilte mir mit, daß ich zwei Tage später einen Werkstattermin für den Austausch Gabeldichtung haben konnte!

Weiter nach Karlskrona, dem wichtigsten Marinehafen Schwedens im Südosten des Landes. Wegen seiner einzigartigen Bausubstanz, die ganz auf den Marinehafen ausgelegt ist, wurde die Stadt vor einigen Jahren UNESCO Weltkulturerbe. Das Marinemuseum ist mit Sicherheit einen Besuch wert – nur leider wegen Covid-19 geschlossen, was ich leider vorher nicht recherchiert hatte. Alle anderen Museen Karlskronas sind ebenfalls zu.

English:

So next day a stop again at Alternativ 1 Motorcyklar in Kalmar and within two hours the bike had a new rear break line. Fortunately the same day Claessons in Bromölla called and said that they had the fork seal in stock and could also do the repair two days later!

Karlskrona, an active naval town in the southeast of Sweden, was the next spot we aimed at. Because of it’s unique layout and building structure it became UNESCO world heritage some years ago. The naval museum is for sure worth a visit. Sadly I missed to do some research beforehand – all museums of interest in Karlskrona where closed!

Ich bin unschuldig! – das sagen mit Sicherheit fast alle Kriminellen. Wir hatten ja noch nicht mal ne rote Ampel überfahren, trotzdem „mussten“ wir eine Nacht im Knast verbringen. Zugegeben: wir machten das freiwillig! Das alte Marine-Untersuchungsgefängnis ist jetzt nämlich zum Hostel umgebaut. Nach umfangreicher Renovierung wurde es erst 2o18 wiedereröffnet – kann man das über einen Knast sagen, haha…? Nun kann man also tatsächlich selbst eine oder mehrere Nächte in einer Zelle buchen. Zum Glück sind die massiven Verriegelungen der historischen Zellentüren in der „offen“-Position festgeschweisst, man kommt also am nächsten Morgen auch leicht wieder raus. Schön aber gemacht, denn viele originelle Details wurden bei der Renovierung erhalten, wie zum Beispiel die Patina der Farbe der Zellentüren. Wir waren die einzigen die hier diese Nach „einsassen“, konnten also sogar die Tür offen lassen denn die Lüftung ist nicht die Beste.

English:

I am innocent – probalby all criminals are claiming that in the beginning. We hadn’t even been running a red light, but still we „needed“ to spend a night in prison. Well, admitted: we did it volontarily! The old naval prison in Karlskrona is today a hostel! It was renovated and reopend (has it ever been open, haha…?) in 2018. So today you can book yourself a prison cell for a night or two. Fortunately the owners have welded the massive locks open so that for sure you can „escape“ from your cell in the morning. but kept a lot of the details including the slightly weathered paing of the cell doors. We where the only inmates that night, so we could even leave the cell door open and get some better air inside.

Our next destination was the little town of Kivik in the southeast of Sweden. The area around Kivik is well know for it’s nice climate that allows huge plantations of apple trees, an industry that started over 100 years ago. So for sure we needed to visit the towns largest apple products manufacurer, taste some of their products and have a good lunch. For my German friend Steffen, who is an expert in apples and apples trees himself, this would be paradise! The area around Kivik is really beautiful and if you ever get there, take half a day of time and go for a hike in Stenshuvuds National Park. The nice lady in the visitor’s center allowed us to dump our motorcycle clothing there, so we go for a nice hike. And the timing for this trip was perfect: all the trees have just become green. Had I taken that vacation in April, it would have been to early for that.

 

Also the next interesting destination I had aimed at was closed because of Covid-19. Glimmingehus is one of  the few fortified buildings in Sweden from the Middle Ages. A seemingly simple square block, surrounded by a water filled ditch, with small windows high up and one single entrance. I remember from a visit many years ago that behind that „simple“ door some nasty surprises where wating for any uninvited visitors, but now a big lock is preventing entrance even for us peaceful guests. „Nasty“ means: like a hole in the ceiling, where they could pour down boiling oil for those who had forced open the first door of several. I need to come back one day…

A „must stop“ if you travel trough southern Sweden is our version of Stonehenge. So far there does not seem a real scientific conscience why long time ago folks did that incredible job to build the huge stone circle of Ales Stenar near the southern coast.

 

We then mostly followed the coastline, down to the southern tip of mainland Sweden – Smygehug. Thats not only Swedens but all of Scandinavias southernmost point at 55°20′13″N 13°21′34″Ö. From there our main course was north. Kaarlo had a few days left before returning home, to celebrate his mother’s 94th birthday. Previously my idea was to ride up the West Coast to the Gotheburg area, but since I had a riding buddy now I suggested we follow the TET (Trans Euro Trail) route north. Sweden offers tens of thousands of kilometers of gravel roads and those here in the south are technically easy and a real pleasure to ride – but with so little traffic that it’s still good to have a friend with you. Just in case. The West Coast can wait, that will be another trip.

Our main goal was to camp as much as possible out it the woods, using some of those nice wind shelters that are often build next to long distance hiking trails. Here in the south we needed to cheat a little bit, regarding one „no motorized traffic“ sign but as responsible riders and with hardly anybody out there we are neither disturbing nor endangering someone. And I am normally leaving a place cleaner than I found it. Here we surprised a group of friendly teenagers who had hoped for an undisturbed evening at the shelter – and who quickly and slightly ashamed collected their emtpy „shots“ bottles.  😉 Obviously  they wanted to be undisturbed, so after some questions about the bikes („How fast is that enduro going?“ – well, they still need to understand the purpose of advenure riding…) they cycled home. Or maybe to another „undisturbed“ spot. The shelter was ours for the night.

So far we had been really  lucky with the weather. A few showers in the Kivik area didn’t manage to make us really wet, but now here in Småland heaven opened it’s gates. In Markaryd we took shelter in the local gourmet restaurant – also called Ali’s Pizzeria – and after an hour decided to call it a day and head for the next hostel. Within 15min on the bike in the heavy rain I felt horribly cold again, but after we settled into the hostel in Strömnäsbruk rain ended. Typical…

Back on the TET next day.

There is a „famous“ little wooden bridge somewhere in Smålands forest, near Store Mossen national park. That one didn’t look really trustworthy from a distance, but a closer look revealed a stable base, build of several railway rails, so for sure this will hold a KTM and rider. No way I would try this with a car. Funny that a week after we came home, the TET facebook group reported that the bridge was now under renovation. Well, looks like we came just in time to spice up our little adventure trip a little bit with that crossing!

Next day we arrived at one of my absolute favorite camp spots just outside Tiveden National Park. While camping inside the parks boundaries is prohibeted, there is one of those nice wind shelters and official camp spots located just where Bergslagsleden hiking path leaved the park. I had been here already one before this year around 1.May, when I drove a loop around Lake Vättern. Kaarlo felt in love with the place right away. We spend the night at the campfire, grilling sausages.

Sadly next morning it was time for him to head east and home, but I had still a few days left. I followed the TET further north to Kristinehamn, from here I had been riding that route last year in spring quite a bit. However I am still missing the bit from Karlstad to the Norwegian border. And of course the complete northern section, from where the TET re-enters Sweden to the far north. After all the motorcycle riding a decided now to return home also and instead spend a few days out in the archipelago. Maybe cycling a bit? I simply needed more physical activity.

What a nice ride! Kaarlo and me had really great 10 days together. For sure we need to do this more often! Plan B had proven to be a good one. And Italy will have to wait until spring 2021. Sadly I am convinced that this Corona pandemic will be a longer story. Right now Swedens numbers don’t look too good compared to other countries in Europe, so I am prepared to spend also the second part of this years vacation in July/August in the country, the one way or the other. It does not always need to be a far away destination to have a great time and experience a few little adventures!